Führung mit sozialer Kompetenz

Wirksame Führung ist eine ständige Herausforderung und erfordert den ganzen Menschen mit der gesamten Persönlichkeit. Die Selbstreflexion des eigenen Führungsverhaltens und das Wissen über den eigenen, bevorzugten Führungsstil ist die Grundlage für eine erfolgreiche und moderne Führung. Führungskompetenz, Führungscharisma, natürliche Autorität, das hat weniger mit Methoden, Techniken oder Führungsinstrumenten zu tun, als vielmehr mit der eigenen Persönlichkeit und der Wirkung auf andere. Stichwort soziale Kompetenz oder emotionale Intelligenz.

Kennen Sie Ihre Stärken?

Wissen Sie, wie Sie auf Andere wirken?

Setzen Sie Ihre Stärken entsprechend balanciert ein?

Kennen Sie die Stärken Ihrer Mitarbeiter und Kollegen?

Können Sie die Stärken Ihrer Mitarbeiter nutzbar machen?

Viele Führungskräfte merken bereits, dass für eine effektive, moderne Führung das jeweilige Expertenwissen und die methodischen und fachlichen Management-fähigkeiten alleine nicht mehr ausreichen. Emotionale Intelligenz und soziale Kompetenz, also die Fähigkeit tragfähige und nachhaltige Beziehungen zu den Mitarbeitern auf- und auszubauen, sind gefordert.

Kommunikation auf Augenhöhe aus einer positiven Grundhaltung heraus bedeutet auch Respekt dem Anderen gegenüber zu zeigen und respektiert zu werden. Eine Führungskraft muss Sicherheit und Kompetenz ausstrahlen, damit die Mitarbeiter freiwillig folgen. Viele Menschen, nicht nur die viel zitierte Generation Y, erwarten von ihrem Unternehmen und letztlich von ihren Führungskräften die Freiräume zu bekommen, um auf einer individuellen Basis ein „positives Arbeitserlebnis“ zu bekommen. Lebensrelevante Werte und Sinnvermittlung werden als Basis einer engagierten Tätigkeit erwartet. Der Teamgeist soll aufgebaut und gepflegt werden. Für viele Führungskräfte bedeutet das ein Umdenken weg von den hard skills hin zu den soft skills.

Das Problem:

Wir wissen aus vielen Untersuchungen, dass weit mehr als die Hälfte aller Mitarbeiter, die in Ihrem Berufsleben gekündigt haben oder innerlich gekündigt haben, dies aufgrund der Unzufriedenheit im zwischenmenschlichen Bereich mit der direkten Führungskraft getan haben, also wegen fehlender oder nicht ausreichend vorhandener sozialer Kompetenz. Eine aktuelle Gallup-Studie aus 2014 zeigte als Ergebnis, dass nur 16% der Mitarbeiter eine hohe emotionale Bindung an das Unternehmen haben und freiwillig Höchstleistungen erbringen. Der Rest macht Dienst nach Vorschrift (67%), 17% haben schon innerlich gekündigt. In Zeiten des Fachkräftemangels wird die Mitarbeiterbindung ans Unternehmen immer wichtiger, insbesondere für den Mittelstand, dem oft die Arbeitgeberattraktivität einer bekannten, großen Unternehmensmarke fehlt. Die finanziellen Möglichkeiten zur Mitarbeiterrekrutierung im In- und Ausland sind häufig begrenzt. Einen einmal gewonnenen, gut ausgebildeten Mitarbeiter zu verlieren wird in Zukunft immer weitreichendere Probleme verursachen.

Die Lösung:

Es ist Zeit für ein Umdenken in der Managementpraxis und in der Personalpolitik. Nicht mehr nur Prozesse, Produkte oder Service stehen im Mittelpunkt unternehmerischen Handelns und unternehmerischen Erfolgs, sondern der einzelne Mensch. Die Ansicht, den Mitarbeiter als Ressource und reinen Leistungserbringer zu behandeln -wohlfühlen kann er sich zu Hause- hat längst keine Berechtigung mehr. Eine wichtige Aufgabe von Führung ist es, ein Arbeitsumfeld zu gestalten, in dem Zufriedenheit herrscht und eine Wohlfühlatmosphäre Sicherheit vermittelt, das Engagement befördert und Leistungsbereitschaft selbstverständlich macht.

Die dazu benötigte soziale Kompetenz, die soft skills, sind lange nicht mehr nur ein „nice to have“ für moderne Führungskräfte, sondern ein unbedingtes Erfordernis, mindestens gleichberechtigt neben fachlicher und methodischer Kompetenz.

In unseren Führungskräfte-Seminaren zum Thema "sozial kompetent führen" geht es darum ein Bewußtsein für die eigenen soft skills zu erzeugen und durch erlebnisorientiertes Lernen die eigenen intuitven Verhaltensweisen aufzuzeigen und neue Optionen zu entwicklen. Damit wird die eigene soziale Kompetenz für eine erfolgreiche und wirksame Führung gestärkt.